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Bürger bestimmen mit über Haus des Waldes und Freibad-Kiosk

Wird es das Waben-Modell oder der Hochsitz? Kommt die Stelzen-Version, die Schindel-Variante oder doch eher der Kubus-Entwurf zum Tragen? Sollen die Badegäste lieber unter einem Eichenblatt-Dach oder unter einer Titanzink-Konstruktion ihr Eis genießen? Rund fünfzig Interessierte erlebten aus erster Hand, wie das Haus des Waldes und der neue Freibad-Kiosk aussehen könnten. Studenten der Stuttgarter Hochschule für Technik (HFT) präsentierten vor einem aufmerksamen und diskussionsfreudigen Publikum sieben Entwürfe für die eiden Öko-Gebäude, die zur Remstal-Gartenschau realisiert werden könnten.

Zwei Studenten erläutern ihr Wabenmodell

Gebäudeentwürfe sind im Rathaus zu sehen
Dass die Architekturmodelle zuerst in der Öffentlichkeit vorgestellt wurden und erst danach im Gemeinderat diskutiert werden, war Absicht. Bürgermeister Jörg Hetzinger will die Bürgerinnen und Bürger weiterhin intensiv an dem „Hoffnungsprojekt Remstal-Gartenschau 2019“ beteiligen. Deshalb sind alle Urbacher noch bis Montag, 20. Februar ins Rathaus eingeladen, um sich eine eigene Meinung zu den interessanten Gestaltungsvorschlägen zu bilden. Mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung geht der Gemeinderat dann in die weitere Diskussion. Er trifft die endgültige Entscheidung, welche Gebäudevariante die Umweltbildungsangebote ab 2019 dauerhaft beherbergen sollen und in welchem Ambiente sonnenhungrige Badegäste im Sommer entspannen können.

BM Hetzinger erläutert vor Bürgern

Innovative Ideen von Nachwuchs-Experten
Von den sieben Entwürfen - vier für das Umwelthaus, drei für das Freibad - ist einer spannender als der andere. Die Studenten des Fachbereichs Klima Engineering an der renommierten Stuttgarter Technik-Hochschule hatten die Aufgabe, ein ressourcenschonendes Gebäude zu konzipieren, das den Nachhaltigkeitsgedanken der Umweltbildung bereits in der Architektur aufgreift und sowohl ökologisch wie ökonomisch den Urbacher Gegebenheiten Rechnung trägt. „Vor allem sollen es Gebäude sein, in denen man sich gern aufhält“, ergänzte Professor Ralf Petersen, der mit seinem Kollegen Professor Markus Binder die neunzehn Studentinnen und Studenten seit Beginn dieses Semesters bei der Konzeption und Planung der Projekte betreut. Für die jungen Nachwuchs-Ingenieure ist der Wettbewerb „eine tolle Chance, etwas zu planen, das die Chance auf konkrete Umsetzung hat“, sagte Professor Petersen. Zumindest zwei Entwürfe könnten davon profitieren, „sofern der Gemeinderat dies beschließt und der Kostenrahmen eine Realisierung Umsetzung möglich macht“, so Bürgermeister Hetzinger.

Modell Zinkblechdach

Wie soll das künftige „Umweltbildungshaus im Wald“ heißen?
Wie engagiert sich die Urbacherinnen und Urbacher mit den Möglichkeiten der Remstal-Gartenschau für die eigene Gemeinde auseinandersetzen, zeigte die engagierte Diskussion im Plenum und in zahlreichen Einzelgesprächen mit den Studenten und Professoren. Detailliert und kompetent wurden Fragen zu Wasser- und Abwasserkonzeption, Energieverbrauch, Nutzungsoptionen für Kinder und Senioren, einen barrierefreien Zugang sowie zur Recycling-Fähigkeit der verbauten Materialien beantwortet. Noch nicht geklärt sind die Kosten, die eine Realisierung des einen oder anderen Entwurfs mit sich bringt. Sobald die Kosten grob ermittelt sind, wird sich der Gemeinderat mit den Entwürfen befassen. Auch welcher Name das künftige „Haus der Umweltbildung“ tragen soll, ist noch offen. „Unsere Bürgerinnnen und Bürger haben auch dazu sicher gute Ideen“, ist sich der Urbacher Bürgermeister sicher.

Lob und Anerkennung für Studenten und Professoren
Am Ende der fast zweistündigen Abendveranstaltung machte es Bürgermeister Hetzinger sichtlich Freude, den Studenten mit einer Preisverleihung noch eine kleine zusätzliche Freude zu bereiten: Von den 6.000 Euro, die sich die Gemeinde den Architekturwettbewerb hat kosten lassen, wurde ein Drittel als Preisgeld an die Studenten verteilt. Die Nominierung hatte ein Fachgremium aus mehreren Experten der Stuttgarter Hochschule vorgenommen. Mit dem restlichen Geld wird die Hochschule in einer eigenen Ausstellung und einer Sonderpublikation ein weiteres Publikum auf die Urbacher Gartenschau-Entwürfe aufmerksam machen. „Dass ihr mir aber bitte nicht vergesst, auch für euch selbst noch ein schönes Feschtle zu machen“, gab Bürgermeister Hetzinger den Stuttgarter Studenten und Professoren mit auf den Weg. Was diese, unter dem lang anhaltenden Applaus aus Urbach, auch hoch und heilig versprachen.

Noch bis Montag, 20. Februar 2017 (die Öffnungszeiten wurden extra nochmals verlängert!) sind die Entwürfe zu den regulären Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen.

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